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Abklärung und Vorbeugung

Während des Spitalaufenthaltes geht es darum, die Ursache für den Hirnschlag zu finden und alle Risikofaktoren (Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Blutzuckerkrankheit, s.g. Schlafapnoe-Syndrom, Rauchen) zu identifizieren und zu behandeln, welche mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einem erneuten Hirnschlagereignis führen können.

Am häufigsten führen Kalkablagerungen in den Gefässen (Arteriosklerose) oder Funktionsstörungen vom Herz (s.g. Vorhofflimmern) zu erneuten Hirnschlägen: mit einem Ultraschallgerät kann mittels Doppler- und Duplexsonographie-Technik der Nachweis von Gefässkalk und gefährlichen Verengungen der Blutgefäße schmerz- und nebenwirkungsfrei mit hoher Genauigkeit erfolgen. Je stärker die Einengung eines Halsgefässes, umso grösser die Gefahr eines erneuten Schlaganfalls.

Mit Hilfe eines einfachen EKG (Elektrokardiogramm oder Herzstromkurve) und mit einem Langzeit- oder 24-Stunden-EKG können Herzrhythmusstörungen erkannt werden. Solche können durch unregelmässiges Zusammenziehen des Herzmuskels dazu führen, dass sich kleine Blutgerinnsel bilden, die ins Gehirn geschwemmt werden und dort ein Gefäss verstopfen können (Embolie). Teilweise wird auch noch eine Ultraschalluntersuchung (Echosonographie) der Herzhöhlen durchgeführt, wo andere Krankheiten, die zur Entstehung kleiner Gerinnsel führen können, gefunden werden.

Bei Übergewicht und lautem Schnarchen kann ein Schlafapnoe-Syndrom vorliegen, wo es mehrmals pro Stunde, in schweren Fällen sogar alle 1-2 Minuten, zu einer Atempause kommt. Die Atempausen während des Schlafens bemerken die Betroffenen selbst oft nicht, jedoch kann dies von den Angehörigen bemerkt werden. Die Atemaussetzer führen zu einem kurzen Erwachen für Sekundenbruchteile, welches ebenfalls nicht von den Betroffenen wahrgenommen wird, aber zu einer Tagesschläfrigkeit aufgrund fehlender Erholsamkeit des Schlafes führt. Andere Beschwerden sind ein trockener Mund beim Erwachen und das Erwachen mit Lufthunger. Gefährlich ist das Schlafapnoe-Syndrom, weil es mit jeder kurzen Aufwachreaktion zu einer Herzschlagbeschleunigung und Blutdruckerhöhung kommt, was im Minutentakt natürlich eine extreme Belastung für Herz- und Kreislauf darstellt und so einen Hirnschlag begünstigt.

Unter den Links (siehe Rubrik Download und Links) finden Sie nicht nur weitere Informationen, sondern auch Seiten, wo Sie Ihr eigenes Risiko für einen Hirnschlag oder Vorhandensein eines Schlafapnoe Syndroms abschätzen können. Besprechen Sie das Ergebnis mit Ihrem Hausarzt, um allfällige Weiterabklärungen veranlassen zu können.

Gesamtleitung Stroke Unit Bürgerspital

Robert Bühler
Dr. med. Robert Bühler
Chef Neurologie soH

Leitung Neurovaskuläres Labor und Neurovaskuläre Sprechstunde

Liliane Kappeler
Dr. med. Liliane Kappeler
Leitende Ärztin
Neurologie, Bürgerspital Solothurn
Neurologie
Bürgerspital Solothurn
Schöngrünstrasse 42
4500 Solothurn
Tel. 032 627 35 17
Fax 032 627 35 22