Notfallbehandlung

Um den Schweregrad der Schädigung durch einen Schlaganfall zu minimieren und die Chancen auf eine komplette Wiederherstellung der Hirnfunktionen zu verbessern, ist es notwendig, dass die Diagnostik und Therapie so früh wie möglich beginnen. Darum ist die Einweisung des am nächsten gelegenen Spitals mit einer Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) wichtig.

Wenn der Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel verursacht ist, kann dieses mit einem Medikament aufgelöst werden (sogenannte Lysetherapie). Das Medikament wird über ein Blutgefäss in den Blutstrom gespritzt. Diese Behandlung ist nur innerhalb der ersten 4 ½ Stunden nach Eintritt eines Schlaganfalls wirksam. Je früher mit der Lyse begonnen werden kann, desto grösser ist jedoch der Erfolg.

Um festzustellen, ob der Hirnschlag durch einen Gefässverschluss oder einen Gefässriss mit Blutung verursacht ist, wird nach entsprechenden Notfalluntersuchungen und erweiterten stabilisierenden Massnahmen auf der Notfallstation eine Computertomographie des Kopfes und Halses durchgeführt. Durch Verabreichung eines sogenannten Kontrastmittels in die Blutbahn ist zudem eine Gefässdarstellung (Angiographie) möglich. Mit diesen Informationen können die Notfallärzte in weniger als einer ½ Stunde nach Ankunft bereits die Lysetherapie durchführen.

Gesamtleitung Stroke Unit Bürgerspital

Robert Bühler
Dr. med. Robert Bühler
Leitender Arzt

Leitung Neurovaskuläres Labor und Neurovaskuläre Sprechstunde

Liliane Kappeler
Dr. med. Liliane Kappeler
Leitende Ärztin
Innere Medizin, Bürgerspital Solothurn
Neurologie
Bürgerspital Solothurn
Schöngrünstrasse 42
4500 Solothurn
Tel. 032 627 35 17
Fax 032 627 35 22