Freitag 15. April 2011
Solothurner Spitäler AG

Radio-Onkologie am Bürgerspital Solothurn wird gestärkt

Die Solothurner Spitäler AG erweitert ihr Angebot in der Radio-Onkologie durch die Anschaffung eines Linearbeschleunigers. Ein im Einsatz befindliches Theratron-Bestrahlungsgerät mit einer Kobaltquelle in Solothurn muss ersetzt werden. Die soH und das Inselspital Bern werden ihre bisherige, gut etablierte Zusammenarbeit in der Radioonkologie mit dem neuen Gerät verstärken.


 

Die Radioonkologie wird heute im Institut für Medizinische Radiologie am Standort Bürgerspital Solothurn (BSS) von den radioonkologischen Fachspezialisten des Inselspitals Bern betreut. Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Tumorbehandlung. Bis anhin stand den Krebspatientinnen und -patienten aus der Region Solothurn ein Kobalt-Gerät am BSS zur Verfügung. Die Kobaltquelle muss ersetzt werden. Damit das gesamte Spektrum von Krebspatientinnen und -patienten behandelt werden kann, plant die soH den Ersatz durch einen Linearbeschleuniger. Dieser wird gemeinsam mit dem Inselspital betrieben.

 

Aus Patientensicht ist dies ein grosser Fortschritt, weil sie künftig nur noch einmal zur Planung der Therapie ins Inselspital reisen müssen. Die Bestrahlung mit durchschnittlich fast 20 Therapiesitzungen wird im neuen Radio-Onkologiezentrum am BSS stattfinden. Die weiteren Vorteile für die Solothurner Patienten liegen auf der Hand: kürzere Reisewege und tiefere Kosten – bei gleichbleibend hoher Unispital-Qualität.

 

Das Radio-Onkologiezentrum wird in Form einer Aktiengesellschaft geführt. Das gesamte Aktienkapital halten die soH und das Inselspital. Die beiden Institutionen haben bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet; die Detailplanung läuft. Die soH wird auch in Zukunft vom wissenschaftlich fundierten Know-how des Inselspitals in der Radioonkologie und in der Medizinphysik profitieren.

 

Dank dieser Zusammenarbeit und einer optimalen Auslastung der Infrastruktur können die Umbau-, Investitionskosten und Betriebskosten tief gehalten werden. Bei Annahme der heutigen Patientenzahlen ist bereits innerhalb der ersten Betriebsjahre eine ausge-glichene Rechnung zu erwarten. Der Aufbau eines Radio-Onkologiezentrums mit Linearbeschleuniger ist Teil der soH-Strategie Medizinisches Leistungsangebot 2010 bis 2014.