Donnerstag 08. Dezember 2011
Solothurner Spitäler AG

25 Jahre ambulante Herzrehabilitation Kantonsspital Olten

Das ambulante Herzrehabilitationsprogramm am Kantonsspital Olten (KSO) wird dieses Jahr 25 Jahre alt. In dieser Zeitspanne diente es als Vorbild für über 50 ähnliche Programme in der ganzen Schweiz und hat Olten in der Rehabilitationsmedizin im In- und Ausland zu einem Begriff gemacht.


Das ambulante Herzrehabilitationsprogramm am Kantonsspital Olten (KSO) wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Die Solothurner Spitäler AG (soH) feierte den Anlass heute mit vielen zuweisenden Ärztinnen und Ärzten aus der Region und weiteren Gästen in einem festlichen Rückblick auf das bisher Erreichte und einem Ausblick in die Zukunft. Die Grussworte des Kantons und der Stadt Olten überbrachten Gesundheitsdirektor Peter Gomm und Stadtpräsident Ernst Zingg.

Das 1986 von Prof. Dr. med. Hugo Saner als Pionierleistung geschaffene ambulante Herzrehabilitationsprogramm Olten wird dieses Jahr 25 Jahre alt. In dieser Zeitspanne diente es als Vorbild für über 50 ähnliche Programme in der ganzen Schweiz und hat Olten in der Rehabilitationsmedizin im In- und Ausland zu einem Begriff gemacht. Das Oltner Modell diente auch als Basis für die ebenfalls von Hugo Saner aufgebaute erste universitäre Herzrehabilitation am Inselspital Bern.

In Olten ist das Programm aus dem medizinischen Angebot der soH nicht mehr wegzudenken ist. Jahr für Jahr werden rund 150 Herzpatientinnen und -patienten auf dem Weg vom Herzinfarkt oder einer Herzoperation zu Gesundheit und Lebensqualität medizinisch und therapeutisch begleitet. Das Programm wird heute vom Oltner Kardiologen Dr. med. Stefan Goerre und André Steiger, Leiter Herzteam der Physiotherapie am KSO, geleitet.

Die soH feierte den Anlass heute gemeinsam mit Hausärztinnen und –ärzten aus der Region, die den Auf- und Ausbau des Programms am KSO wesentlich unterstützt haben und weiter fördern. Neben den Grussworten von Regierungsrat Peter Gomm, Vorsteher des Departements des Inneren des Kantons Solothurn, und dem Oltner Stadtpräsidenten Ernst Zingg warf Dr. med. Brigitte Saner einen Blick in die Anfänge des ambulanten Programms. Prof. Dr. med. Stefano Bassetti, Chefarzt der Medizinischen Klinik am KSO und med. pract. Philipp Bläsi, Allgemeinmediziner in Olten und Präsident der Regionalen Ärztegesellschaft Olten-Gösgen-Gäu, stellten in ihren Referaten den Kontext zu Spital und Zuweisern her. Der Gründer und Rehabilitationspionier Prof. Dr. med. Hugo Saner zeigte auf, wie sich das Oltner Modell entwickelt hat und dass die ambulante Herzrehabilitation heute weltweit als Standard nach einer Herzerkrankung oder einem Herzeingriff gilt.
 
Informationen zum Angebot der ambulanten Herzrehabilitation der soH
Eine Herzerkrankung, ein Herzeingriff und eine Herzoperation stellen einen tiefen Einschnitt im Leben eines jeden Betroffenen dar. Durch eine gezielte Behandlung im Akutspital ist ein erster Schritt zur Besserung getan, eine vollständige Genesung aber noch nicht erreicht. Hier setzt die Rehabilitation ein. In den meisten Fällen wird das Rehabilitations-programm unmittelbar an den Spitalaufenthalt angefügt.
Das Programm selbst dauert zwölf Wochen. Acht bis zehn Herzpatienten absolvieren das gesamte Programm gemeinsam in einer Gruppe. Das Gemeinschaftserlebnis und die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe sind eine wesentliche Voraussetzung für den Rehabilitationserfolg. Die Trainingseinheiten dauern je nach Leistungsstufe ein bis zwei Stunden, die Vorträge und Beratungen eine weitere Stunde.
Die Herzrehabilitation umfasst folgende Aktivitäten: Aquafit, medizinische Trainingstherapie im spitalinternen Fitnesscenter, Gymnastik und Spiele in der Halle, Velofahren, Wandern / Walking, Arztvorträge, Ernährungsberatung sowie Rauchstopp-Beratung und Unterstützung beim Rauchstopp. Die ambulanten Herzprogramme werden sowohl am Kantonsspital Olten wie auch im Bürgerspital Solothurn angeboten.
Weitere Informationen finden Sie hier oder unter den Telefonnummern: 062 311 42 41 (Kantonsspital Olten), 032 627 42 08 (Bürgerspital Solothurn).