Donnerstag 15. Dezember 2011
Solothurner Spitäler AG

Weniger Strahlenbelastung dank neuem CT-Gerät

Die Solothurner Spitäler AG soH hat an ihrem Standort Kantonsspital Olten einen älteren Computertomographen durch ein CT-Gerät der neuesten Generation ersetzt. Dieses ermöglicht dank schärferer Bilder bessere und sicherere Diagnosen bei einer gleichzeitigen geringeren Strahlenbelastung der untersuchten Patientinnen und Patienten.


Die Solothurner Spitäler AG soH hat an ihrem Standort Kantonsspital Olten einen älteren Computertomographen durch ein CT-Gerät der neuesten Generation ersetzt. Dieses ermöglicht dank schärferer Bilder bessere und sicherere Diagnosen bei einer gleichzeitigen geringeren Strahlenbelastung der untersuchten Patientinnen und Patienten.

Mitte November wurde das neue CT-Gerät des Instituts für Medizinische Radiologie (IMR) im Kantonsspital Olten (KSO) eingebaut. Es handelt sich um ein Gerät der neusten Generation, das gestochen scharfe Bilder vom Herz sowie der Gefässe mit weniger als einem Millimeter Durchmesser liefert. Während die Röntgenstrahlen aussendende Röhre um den Patienten rotiert, werden 256 Schichtbilder gleichzeitig aufgenommen, aus denen der integrierte Computer hoch aufgelöste dreidimensionale Aufnahmen erstellt. Dabei sind die Patienten bei den Untersuchungen einer drei- bis fünfmal geringeren Strahlendosis ausgesetzt als bei Geräten mit 128, 64 oder nur 16 Zeilen. Bisher hatte die soH am Standort Olten ein Gerät mit 16-Zeilen in Betrieb.

Breite Einsatzmöglichkeiten
Mit dem neuen Gerät sind nicht nur schärfere, sondern auch schnellere Aufnahmen möglich, weil die auf einem neu entwickelten Luftkissen gelagerte Scan-Einheit, die Gantry, 3,7 mal pro Sekunde und damit um 22 Prozent schneller rotieren kann als bei schwächeren Geräten. Dies ist besonders in allen Bewegungsphasen von Bedeutung. So können das Herz in allen Phasen und bisher nicht sichtbare Details der Herzkranzgefässe präzise dargestellt werden. Bei Unfallopfern ermöglicht  neu ein Ganzkörper-Scan in nur zehn Sekunden rasch Aufschluss über die Schwere der Verletzungen. Ergebnisse, die aufgrund von Bewegungsstörungen schwer zu beurteilen waren, gehören mit dem Hochleistungsgerät der Vergangenheit an. Es kann deshalb auch bei schwer erkrankten oder verletzten Patienten eingesetzt werden.

Der neue CT optimiert die Diagnostikmöglichkeiten im KSO in der Erkennung von Tumoren und Metastasen, bei Patienten mit einem Schlaganfall oder dem Verdacht auf Hirnblutungen, bei einem Schädelbruch oder der Erweiterung von Blutgefässen. Eine Computertomographie ermöglicht aber auch Untersuchungen der inneren Organe oder im Magen-Darm-Trakt. Mit dem neuen CT-Gerät leistet die soH für ihre Patienten und die Region eine wesentliche Investition in eine moderne, zuverlässige und sichere Untersuchungsmöglichkeit.

Was versteht man unter Computertomographie?
Die Computertomographie (CT) ist ein heute fest etabliertes Röntgenverfahren, mit dem anatomische Querschnittsbilder des Körpers mit Hilfe von Röntgenstrahlen erstellt werden. In manchen Fällen ist es notwendig, ein Kontrastmittel zu verabreichen, um aussagekräftige Bilder zu erhalten. Mit der CT kann man die genaue Grösse und Position eines Krankheitsprozesses exakt bestimmen. Sie wird zum Feststellen bzw. Ausschliessen einer Krankheit und zum Kontrollieren von Therapieverläufen eingesetzt.