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Geschäftsbericht 2016 Solothurner Spitäler AG - sehr hohe Auslastung

Der Regierungsrat hat an der Generalversammlung vom 2. Mai 2017 den Jahresbericht 2016 der Solothurner Spitäler AG verabschiedet. Die Spitäler konnten die Auslastung nochmals steigern.

2016 hat sich die Reihe der erfolgreichen Geschäftsjahre der Solothurner Spitäler (soH) fortgesetzt. Am Bürgerspital Solothurn, am Kantonsspital Olten, im Spital Dornach und an den Standorten der Psychiatrischen Dienste wurden ambulant und stationär so viele Patientinnen und Patienten behandelt wie in keinem Jahr zuvor. In den drei Akutspitälern wurden 28‘049 Patienten stationär im Vergleich zu 26‘258 im Vorjahr behandelt, was einem Zuwachs von 6,8 Prozent entspricht. In den Psychiatrischen Diensten haben die akutstationären Patienten mit 2‘190 Austritten um 4,2 Prozent zugenommen. Die Zahl an ambulanten Fällen stieg in der ganzen soH im Vergleich zum Vorjahr von 166‘990 um 6,6 Prozent auf 177‘932.

 

Die hohen Leistungen liessen den Betriebsertrag um 21,5 Mio. Fr. auf 553,6 Mio. Fr. im Vergleich zum Vorjahr steigen. Insgesamt erreichte die soH einen konsolidierten Jahresabschluss in Höhe von 16,9 Mio. Fr., wodurch die Eigenkapitalbasis weiter verbessert wurde.

 

Eine weitere Stärkung wird im laufenden Geschäftsjahr erfolgen. Die soH hat per 1. Januar 2017 die Spitalgebäude des Kantonsspitals Olten, des Spitals Dornach und der Psychiatrischen Dienste im Baurecht übernommen. Die Übernahme der Bauten des Bürgerspitals Solothurn wird nach Vollendung des Neubaus folgen. Statt der Miete leistet die soH neu Abschreibungen, Unterhalt und Baurechtszins. Das Aktienkapital wurde durch eine Sacheinlage des Kantons erhöht. Durch die Immobilienübertragung wird die soH in Zukunft verstärkt über Bauinvestitionen entscheiden müssen. CEO Martin Häusermann zeigte die Herausforderungen im Rahmen des Immobilienmanagements auf.

 

Die wesentlichen Elemente der Strategie Medizinisches Leistungsangebot 2015 bis 2017 sind mittlerweile umgesetzt. Die Leistungszahlen zeigen, dass die soH die Entwicklung richtig eingeschätzt hat, denn die aufgebauten neuen Leistungsbereiche und die nachfragebezogenen Erweiterungen der bestehenden Angebote leisten heute einen wesentlichen Beitrag zum guten Ergebnis der soH. Als neuesten Mosaikstein hat die soH in Olten für Patientinnen und Patienten, die an Adipositas oder Diabetes erkrankt sind, ein Stoffwechselzentrum eröffnet. Diabetologen, Chirurgen, Ernährungs- und Diabetesfachberaterinnen und auch Psychiater arbeiten gemeinsam im Zentrum zusammen, um den Patienten eine effiziente Versorgung zu bieten. Aktuell erarbeitet die Unternehmensleitung die strategischen Leitplanken für die kommenden Jahre.

 

Positiv zum Ergebnis beigetragen haben auch die Erträge aus der Behandlung zusatzversicherter Patienten dank neuer Tarife und Tarifstruktur. Die längst fällig gewordenen Neuverhandlungen mit den Versicherern führten zu einer Anpassung der Tarife in Richtung Mittelwert vergleichbarer Spitäler. Zudem konnte nun auch im überobligatorischen Bereich auf Fallpauschalen umgestellt werden. Mit den meisten Versicherungsträgern konnten bis Ende 2016 neue Verträge abgeschlossen werden. Dort, wo der Preisfindungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, hat dies selbstverständlich keine finanziellen Konsequenzen für die Patienten der soH.

 

Trotz aktuell hervorragender Leistungszahlen und Erträge bleibt die langfristige Sicherung der Finanzen eines der grössten Arbeitgeber im Kanton im Fokus der Unternehmensführung. Die soH ist weiterhin mit sinkenden Kantonsbeiträgen, sich verstärkendem Druck der Tarifpartner und gleichzeitig steigendem Gesamtaufwand – das neue Bürgerspital Solothurn muss ausgestattet und die übernommenen Immobilien müssen unterhalten werden – konfrontiert. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung bedeutet, dass die soH-Mitarbeitenden – wie vergleichbare Spitäler auch – immer mehr multimorbide, kostenintensive Patientinnen und Patienten behandeln müssen. Die soH muss ausserdem den GAV-bedingten, steigenden Personalaufwand auffangen.

Wichtige Anbieterin von Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Kanton

Die soH beschäftigte per Ende 2016 insgesamt 3‘852 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was 3'113 Vollzeitstellen entspricht. 78 Prozent der Mitarbeitenden sind im medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Kerngeschäft  tätig, 22 Prozent der Mitarbeitenden arbeiten in den Bereichen Administration, Ökonomie und Technik. Die soH ist eine wichtige Anbieterin von Ausbildungsplätzen: Per Ende 2016 waren es 378  junge Menschen, die an einem der soH-Standorte und in den verschiedensten Branchen eine Berufslehre, eine Praxisausbildung oder ein Praktikum absolvierten.

Kontakt

Solothurner Spitäler AG
Schöngrünstrasse 36a
4500 Solothurn

Geschäftsbericht 2016

Detaillierte Informationen lesen Sie in unserem aktuellen Geschäftsbericht 2016.