Blutentnahme

Bei der Entnahme mehrerer Röhrchen wird zur Vermeidung von Kontaminationen folgende Reihenfolge empfohlen:

  1. Blutkulturen: zuerst die aerobe, dann die anaerobe;

  2. Citrat-Plasma (hellblau): Natrium-Citrat 1:10 für Gerinnungsanalysen;

  3. Serum-Röhrli (rot) mit Gerinnungsaktivator;

  4. Serum-Röhrli (gelb) mit Trenngel und Gerinnungsaktivator;

  5. Heparin-Röhrli (dunkelgrün): Lithium & Natrium-Heparin;

  6. Heparin-Röhrli (hellgrün): Heparin-Plasma, mit Trenngel;

  7. EDTA-Röhrli (lila): EDTA-Blut für Hämatologie;

  8. Spurenelemente (dunkelblau): ohne Zusatz, silikonisiert;

  9. Fluorid-Blut (grau): Natrium-Fluorid;

  10. Citrat-Röhrli (schwarz): Natrium-Citrat 1:5 für Blutsenkung.

Wichtige Hinweise

  • Gerinnungsanalytik: Citratplasma (hellblau) immer ohne Stauung abnehmen. Vor dem Gerinnungsröhrli immer ein Röhrli  verwerfen. Vacutainer immer vollständig füllen, weil sonst das Verdünnungsverhältnis Blut/Citrat nicht stimmt und es so zu massiven Fehlresultaten führen kann.
  • Sofortiges, mehrmaliges Kippen / Schwenken der Röhrchen mit Zusatz (hellgrün, hellblau, lila) unmittelbar nach Entnahme ist zwingend notwendig. Das Material muss nach Entnahme sofort ins Labor geschickt werden. Die Qualität nimmt für einige Analysen sehr schnell ab. Vollblut sollte nie für eventuelle spätere Nachbestellungen beim Einsender gelagert werden. Dies führt bei unsachgemässer Lagerung zu falschen Resultaten.

Urinportion

  • Für die Urinchemie und die zellulären Urinuntersuchungen (Streifentest, Sediment) eignet sich der zweite Morgenurin am besten!

  • Nach Möglichkeit sollte immer Mittelstrahlurin gelöst werden, da infolge Kontamination und vaginaler Verunreinigung die Analyse schlecht reproduzierbar ist.

  • Für die bakterielle Urinuntersuchung eignet sich die Abnahme mit einem Katheter oder die Punktion am besten. Bei Spontan- und Mittelstrahlurin ist eine Kontamination sehr wahrscheinlich. Die Entnahmeart muss unbedingt angegeben werden!

 

24-Stunden-Urin sammeln

  • Erste Portion verwerfen.

  • 24  Stunden sammeln (oder evtl. weniger, genaue Sammelzeit auf Auftrag schreiben!).

  • Letzte Portion ist genau 24  Stunden (od. andere Sammelzeit) nach der ersten (verworfenen) Portion.

  • Ganzes Urinvolumen genau messen!

  • Ganze Urinmenge mischen und 1 Urinröhrchen davon abnehmen

  • Für Spezialuntersuchungen in einem Fremdlabor in der Analysenliste nachschauen, wie viel Material es braucht. Unter Umständen muss der Urin während der Sammlung auch angesäuert, und/oder es muss vorab eine bestimmte Diät eingehalten werden.

Knochenmark

  • Möglichst früh im Labor anmelden, um den Zeitpunkt nach Rücksprache mit dem Labor zu vereinbaren. Dies ist auch im Hinblick auf die zusätzlich verordneten Spezialuntersuchungen wie FACS, Zytogenetik, Stammzellkulturen etc. wichtig, da diese Untersuchungen auf gewisse Tage limitiert sind.

  • Notfallmässig nur nach Absprache möglich.

  • Zu einer KM-Untersuchung gehört immer ein Hämatogramm mit Mikroskop-Differenzierung und Retikulozyten. Die Blutentnahme sollte im Zeitraum der KM-Untersuchung gemacht werden.

Liquor / Punktate

  • Immer unmittelbar nach Entnahme ins Labor bringen.

Leitung und Kontakt

Philipp Walter
Dr. phil. II Philipp Walter
Leiter Institut für Labormedizin soH
Institut für Labormedizin
Kantonsspital Olten
Baslerstrasse 150
4600 Olten
Tel. 062 311 51 01
Fax 062 311 54 86
Institut für Labormedizin
Bürgerspital Solothurn
Schöngrünstrasse 42
4500 Solothurn
Tel. 032 627 42 70
Fax 032 627 42 87
Institut für Labormedizin
Spital Dornach
Spitalweg 11
4143 Dornach
Tel. 061 704 44 50
Fax 061 704 45 97